Demonstration am 21. März in Wittenberg
Freiheit braucht Haltung

Am 21. März wurde Wittenberg laut, bunt und entschlossen: Unter dem Motto „Freiheit braucht Haltung“ sind rund 250 bis 300 Menschen zusammengekommen, um ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus und für eine offene, solidarische Gesellschaft zu setzen.
Als Bündnis Wittenberg Weltoffen haben wir diese Demonstration gemeinsam mit vielen engagierten Partner*innen aus Parteien, Initiativen und zivilgesellschaftlichen Gruppen organisiert – darunter Vertreter*innen von Grünen, SPD und Linken.
Ein kraftvoller Auftakt mitten in der Stadt
Los ging es auf dem Marktplatz bzw. rund um das Stadtwohnzimmer – mit einem musikalischen Einstieg, der sofort die richtige Energie geschaffen hat. Eine kleine Band sorgte für einen lebendigen, verbindenden Auftakt und brachte Bewegung in die Menge.



Die anschließenden Redebeiträge fanden an einem besonderen Ort statt: Die Redner*innen standen auf der markanten, käseförmig gestalteten Tischtennisplatte vor dem Stadtlabor – ein ungewöhnliches, fast spielerisches Setting, das vielen im Publikum ein Lächeln ins Gesicht zauberte und gleichzeitig zeigte, wie kreativ politische Räume gestaltet werden können.






„Nazis versuchen, in Sachsen-Anhalt an die Macht zu kommen. Die AfD, die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird, will ausgrenzen und spalten. Das darf nicht passieren. Das wird nicht passieren.“
– Beatrice Lindhorst, Direktkandidatin der Grünen
Starke Stimmen für Demokratie und Zusammenhalt
Inhaltlich wurde schnell klar, worum es an diesem Tag ging: Haltung zeigen – gegen Ausgrenzung, gegen Hass und gegen den zunehmenden Rechtsruck.
Besonders eindrücklich sprach Beatrice Lindhorst (Bündnis 90/Die Grünen), die mit klaren Worten vor dem Erstarken rechtsextremer Kräfte warnte und betonte, wie wichtig eine starke Zivilgesellschaft ist. Ihre Rede wurde von viel Applaus begleitet und hat viele Menschen spürbar bewegt.
Auch Antonia Kaloff (Die Linke) und Tina Führer (SPD) machten deutlich, dass soziale Sicherheit, Vertrauen in demokratische Strukturen und gerechte Lebensbedingungen zentrale Bausteine sind, um extremistischen Tendenzen entgegenzuwirken.
Weitere wichtige Beiträge kamen unter anderem von:
- Vertreter*innen der Initiative „Prüf!“
- Sprecher*innen der Jusos und der Linksjugend
- Katharina Linnepe mit einem Beitrag zum Projekt Stadtwohnzimmer
- sowie der Abschlussrede von Markus Nierth
Eröffnet wurde die Demonstration durch unseren Sprecher Carsten Liebelt, der betonte, wie wichtig es ist, gerade in Wittenberg sichtbar zu machen, dass die Mehrheit für Offenheit und gegen Ausgrenzung steht.
Vielfalt als gelebte Demokratie
Was diese Demonstration besonders gemacht hat, war die Vielfalt der Menschen: Von jungen Teilnehmenden – viele noch im Schulalter – bis hin zu älteren Generationen, die mit Schildern wie „Oma für Zukunft und gegen Extremismus“ ein deutliches Zeichen gesetzt haben.
Als breites Bündnis vereinen wir unterschiedliche Perspektiven, Hintergründe und Erfahrungen. Das bedeutet nicht immer Einigkeit in allen Fragen – etwa bei Parolen, Musik oder einzelnen Positionen.
Und genau darin liegt unsere Stärke.
Unterschiede sind kein Hindernis, sondern gelebte Demokratie. Sie laden uns ein, zuzuhören, abzuwägen und voneinander zu lernen. Vielfalt bedeutet nicht, dass wir immer übereinstimmen – sondern dass wir einander stehen lassen können, ohne uns zu verlieren.
Wir müssen nicht in allem gleich denken, um gemeinsam für Freiheit, Offenheit und Solidarität einzustehen.




Gemeinsam durch die Innenstadt
Nach den Redebeiträgen setzte sich der Demonstrationszug durch die Wittenberger Innenstadt in Bewegung. Friedlich, engagiert und getragen von einer spürbaren gemeinsamen Haltung.
Die Stimmung war durchweg positiv, kraftvoll und solidarisch. Es gab keine Gegenproteste, keine Störungen – die Demonstration verlief reibungslos und zeigte eindrucksvoll, wie respektvoll und entschlossen zivilgesellschaftliches Engagement sein kann.
Ein klares Signal – auch mit Blick nach vorn
Mit Blick auf die kommenden politischen Entwicklungen, insbesondere die Landtagswahl, war dieser Tag mehr als nur eine Momentaufnahme. Er war ein deutliches Signal:
Gegen das Erstarken rechter Kräfte. Gegen Spaltung und Ausgrenzung. Für ein freies, vielfältiges und demokratisches Wittenberg.

Danke für diesen Tag
Wir danken allen, die dabei waren – die mitgelaufen sind, Schilder getragen, zugehört, gesprochen und Haltung gezeigt haben. Danke an alle Redner*innen, Musiker*innen und Mitwirkenden, die diesen Tag möglich gemacht haben.
Die Energie dieses Tages wirkt nach.
Und sie zeigt: Wir sind viele. Und wir bleiben laut.







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